Auf den Mitgliederversammlungen berichtet unser Vorsitzender Hanns-Peter Neumann über die Fördermaßnahmen, die im Zeitraum seit der letzten Versammlung umgesetzt wurden. Hier finden Sie den Bericht über die Zeit von September 2024 bis September 2025.

Die Kellerräume unter dem Nordportal wurden umfassend saniert. Dieser Keller war um 1900 errichtet worden, um die Dampfheizung für die Nikolaikirche aufzunehmen. Von hier aus wurde die Energie zu den Radiatoren im Bereich des Fußbodens und des Obergadens geleitet. Die hohen Energiekosten waren der Grund, die Beheizung der Kirche schon nach 30 Jahren einzustellen – das kommt einem irgendwie bekannt vor. Der Förderverein übernahm die Kosten für die nachträglich auftauchende, notwendige Auswechslung von Stahlträgern, fast 12.500,– Euro. Das entspricht ca. einem Drittel der Gesamtkosten.

Die schrittweise Begradigung der Bodenplatten zeigt erste Früchte. Der Förderverein hat die Arbeiten mit 4.500,– Euro unterstützt. Das entspricht 50 Prozent der Kosten für die bereits abgeschlossenen Abschnitte.

Immer wieder wird der Wunsch laut, das Geläut von St. Nikolai zu erweitern, um eine Verbesserung des Gesamtklangs zu erreichen. Ein erster Schritt war die Schwingungsmessung in und an den Glockenstühlen, um die physikalische Möglichkeit zu klären. Der Förderverein hat die Untersuchung mit einem Festbetrag von 5.000,– Euro unterstützt.

Zur Vorbereitung der Turmsanierung war es nötig, den Südturm im Innern zu reinigen. Dies musste wegen der Belastung durch giftige Stäube – ich nenne nur früher eingesetzte Holzschutzmittel – durch eine Fachfirma durchgeführt werden. Der Förderverein hat die Kosten in Höhe von 7.677,– Euro hierfür übernommen.

Endlich geht es los mit der Sanierung des Südturms zur Erleichterung aller Beteiligten. Der Gerüstbau wird dieser Tage abgeschlossen. Vier Jahre hat es gedauert, um die Finanzierung des ersten Bauabschnitts auf sichere Füße zu stellen. Immerhin geht es um über eine Million Euro.

Der größte Teil dieser Summe, nämlich 400.000 Euro, kommt aus Städtebaufördermitteln. 100.000 Euro gibt die Hansestadt Stralsund dazu. Der Denkmalschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommerns steuert 150.000 Euro bei. 100.000 Euro schultert die Kirchengemeinde St. Nikolai. 200.000 Euro hat unser Förderverein zugesagt.

Auch die Kirchenbau-Stiftung (20.000 Euro) und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (75.000 Euro) tragen dazu bei, dass die Finanzierung für die erste Etappe steht.

Unser Vereinsmitglied Karl-Heinz Möller war einer der Handwerker, die 1974 bei der Instandsetzung der Turmspitze tätig waren. Er wies mich darauf hin, dass im Jahre 1802 ein Turmdecker beim Beseitigen der letzten Rüstungslöcher auf den Nikolaikirchhof stürzte und verstarb. Es handelte sich um Johannes Christian Schrader. Dies erinnert uns daran, dass diese Arbeiten immer auch mit einem Risiko behaftet sind. Wir bitten Gott darum, dass die nun begonnenen Arbeiten ohne größere Unfälle bleiben.

Schön ist es, dass das prächtige Westportal nun wieder genutzt werden kann. Leider durchschneidet das sichernde Dach den oberen Teil des Portals und macht die Inschrift unkenntlich. Gerade die Geschichte der Inschrift ist in der Gegenwart von großer Bedeutung. Uns erreichte eine Initiative des Gästeführervereins. Sie schlagen vor, am Gerüst neben dem Portal ein Banner mit einer Abbildung des Portals anzubringen und würden dafür die Kosten übernehmen. Wir bitten die Gemeinde darüber nachzudenken.